Blue Flower

Weihnachtsbaumbrennen der Stadtfeuerwehr Groitzsch

Die Flammen loderten hoch in den Himmel, der Wind blies die Dampfwolken und den Funkenflug meterhoch von den Schaulustigen weg, die sich zwischen Roster- und Glühweinstand tummelten. Die eingespielten Teams der Alters- und Ehrenabteilung sorgten für ständigen Nachschub kulinarischer Genüsse wie heißer Zitrone und Glühwein. Wie in jedem Jahr strömten die Groitzscher in Scharen herbei, um mit Freunden und Bekannten zu plauschten, verspätete Neujahrsgrüße loszuwerden oder einfach nur fasziniert das feurige Spektakel zu beobachten.

Der erste Stapel brannte geschützt durch einem hohen Wall aus Tannen und Fichten. „Den haben wir aus Sicherheitsgründen aufgeschichtet, vor allem die Kinder gehen sonst zu nahe ran“, erklärte Zetsche. „Hier liegen bestimmt an die 500 Bäume, so viele hatten wir noch nie, das ist neuer Rekord“, befand der stellvertretende Stadtwehrleiter Mike Köhler im Feuerschein. Die Groitzscher schleppten ihre alten Weihnachtsbäume selbst zum Schützenplatz. Der Faschingsverein sammle sie bei älteren Bürgern ein, den städtischen grünen Schmuck bringe der Bauhof, so Köhler.

Die Jugendfeuerwehr, in den letzten Jahren zuständig fürs Nachlegen, ließ diesmal die „Alten“ kräftig ackern. Sebastian Heinichen, der dem Nachwuchs auf Wunsch die ausgestellte Feuerwehrtechnik erklärte, hielt unter Anfeuerungsrufen aus dem Publikum mit Zetzsche und Kameraden der Einsatzabteilung das Feuer in Gang. „Eigentlich sind wir da, um Brände zu löschen, aber es macht auch mal Spaß, die Flammen am Lodern zu halten“, schmunzelte Zetzsche.

Licht ins Dunkel brachte auch die LED-Einsatzstellenbeleuchtung hoch oben an der alten Drehleiter. Die sei ein Vierteljahrhundert im Dienst und reparaturbedürftig, erklärte Köhler. Highlight im Feuerwehralltag der Groitzscher, neben zahlreichen Veranstaltungen wie dem Tag der offenen Tür, wird 2018 die Aufstockung der Technik mit einer funkelnagelneuen Drehleiter. „Die ist mit rund 700 000 Euro doppelt so teuer wie ein Löschfahrzeug. Dank der Fördergelder aus dem Programm ,Brücken in die Zukunft’ hat der Landkreis für Borna, Grimma, Groitzsch und Wurzen vier neue Leitern als Sammelbestellung aufgegeben“, erklärte Köhler. Die Investitionskosten hätten sonst das gesamte Feuerwehr-Budget aufgefressen.

 

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